Nigeria Vereinte Nationen warnen vor Folgen der Hungerkrise

In Nigeria sind sieben Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Wenn das Land nicht schnell Hilfe bekommt, könnte in Europa die Zahl der Flüchtlinge deutlich steigen, warnt die Uno.

Mutter mit Baby in Maiduguri (Archivbild)
AFP/ Getty Images

Mutter mit Baby in Maiduguri (Archivbild)


Ohne eine entschlossene Bekämpfung der Hungerkrise im Nordosten Nigerias könnte Europa nach Ansicht der Vereinten Nationen eine neue Fluchtwelle drohen. Die internationale Gemeinschaft müsse die Behörden in der Region dringend unterstützen, um den Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, sagte Toby Lanzer, der Uno-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Sahel-Zone.

"Das ist es auch, was die Leute wollen. Niemand will freiwillig seine Heimat aufgeben", sagte Lanzer. Aber falls die Menschen in der Region keine Zukunft mehr sähen, "sollten Europäer nicht überrascht sein, wenn mehr und mehr Menschen fliehen", sagte er. "Und sie werden nach Europa fliehen." Rund eine halbe Million Kinder seien dieses Jahr in Nigeria und angrenzenden Gebieten im Niger, Tschad und in Kamerun vom Hungertod bedroht, sagte Lanzer.

In Folge des Konflikts mit der islamistischen Terrororganisation Boko Haram sind in der Region rund 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als sieben Millionen brauchen Nahrungsmittelhilfe. In Gebieten, die bis vor Kurzem noch von Boko Haram kontrolliert wurden, haben Helfer eine dramatische humanitäre Lage vorgefunden: Die Gesundheitsversorgung ist zusammengebrochen, in einigen Dörfern lebt kein Kleinkind mehr.

cte/dpa



insgesamt 47 Beiträge
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Seite 1
Taugur 31.01.2017
1. Hungerkrise?
Hat Afrika eine Hungerkrise - im Sinne von es gab eine Dürre oder einen Krieg - oder hat Afrika eine Geburtenkrise - im Sinne von die Bevölkerung wächst schneller als sie vom Land ernährt werden kann? Bei einer Dürre könnte man helfen...
tias77 31.01.2017
2.
Wenn man nur den fetten Text liest, könnte man meinen dass man hungernden Menschen nur hilft, wenn sie damit drohen zu uns zu kommen.
drahriman 31.01.2017
3. Schnell füttert Sie....
bevor sie unseren Kindern das Essen wegnehmen!!!! Unglaublich! UNO warnt uns, dass wir überrannt werden wenn wir nicht helfen???? Das ist die Folge der Hungerkrise? Das dort Kinder sterben ist also eher Nebensache? Der Autor des Artikels kann beruhigt werden... Keine Angst, die meisten sind so ausgemergelt, dass sie es kaum bis zu uns schaffen. Dennis Hendricks
Racer77 31.01.2017
4.
Zitat von TaugurHat Afrika eine Hungerkrise - im Sinne von es gab eine Dürre oder einen Krieg - oder hat Afrika eine Geburtenkrise - im Sinne von die Bevölkerung wächst schneller als sie vom Land ernährt werden kann? Bei einer Dürre könnte man helfen...
Kennen Sie die Situation in diesen Ländern? Der Boden muss bearbeitet werden, aber wenn da immer wieder die Gefahr besteht, dass man beim Kampf der Armee gegen Boko Haram zwischen die Fronten gerät, dann bearbeitet man nicht unbedingt seine Felder. Und in anderen Gegenden Afrikas läuft es so, dass die westlichen Großkonzerne die Genehminung bekommen die Felder der Dorfbewohner platt zu machen, da diese keine offiziellen Besitzurkunden haben, wie auch, ohne ein Katasteramt. Und da wird dann die Fläche bis an die Hütten komplett mit Ananasplantagen für den Westen oder mit Pflanzen zur Gewinnung von Biosprit zugepflastert. Die Menschen können dann schauen, wie sie ihre Nahrungsmittel bekommen, die sie früher selbst angebaut haben. Also vielleicht keine Dürre, aber auch nicht die immer hochgehaltene Überbevölkerung sondern die Gier des Westens bewirkt da auch einiges...
allessuper 31.01.2017
5. danke
Zitat von drahrimanbevor sie unseren Kindern das Essen wegnehmen!!!! Unglaublich! UNO warnt uns, dass wir überrannt werden wenn wir nicht helfen???? Das ist die Folge der Hungerkrise? Das dort Kinder sterben ist also eher Nebensache? Der Autor des Artikels kann beruhigt werden... Keine Angst, die meisten sind so ausgemergelt, dass sie es kaum bis zu uns schaffen. Dennis Hendricks
für Ihre klaren Worte. So lange aus diesen Ländern alle Rohstoffe zu uns kommen, damit wir neue Handys kaufen können ist alles gut. So lange wir dorthin reisen, weil es da so schöne Safaris (beliebig ausfüllen) ist auch alles gut. Wir sind ein Volk von Egoisten, die 3x mehr Verpackungen brauchen, weil wir täglich bei amazon bestellen - ist ja so schön anonym für das Umfeld und wir müssen uns nicht schämen, wie wir unser Geld ausgeben. Was kümmern uns hungernde Kinder in Afrika, wenn wir sie nicht von der Steuer absetzen können? (Hilfsorganisationen, Patenkinder und das alles..). Es wird Zeit, dass wir unser Hirn ordnen und mit diesem grassierenden, schizophrenen Rinderwahn aufhören.
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