Hurrikan-Katastrophe USA bitten EU und Nato um Hilfe

Ruf nach Unterstützung: Im Kampf gegen die katastrophalen Zustände nach dem Hurrikan "Katrina" hat die US-Regierung auch die Europäische Union und die Nato um Hilfe gebeten. Außerdem nimmt sie das Unterstützungsangebot der Uno an.

Brüssel - Die EU-Kommission erklärte heute in Brüssel, Washington habe 500.000 Fertigmahlzeiten, tausende Decken und Erste-Hilfe-Päckchen sowie Laster für sauberes Trinkwasser angefordert. Derzeit werde eine vorläufige Liste von Hilfsgütern, Ausrüstung und Einsatzkräften für das Krisengebiet an der amerikanischen Südküste erstellt. Spezialisten aus mehreren Mitgliedstaaten stünden für einen sofortigen Einsatz bereit, teilte die EU-Kommission mit.

In einer Erklärung der Nato hieß es, Washington habe um Lebensmittel für die zahllosen Flüchtlinge gebeten. Außerdem werde ein Verbindungsoffizier zur Unterstützung der US-Notstandsbehörde in die USA entsandt.

Die Bundeswehr hatte am Wochenende bereits 25 Tonnen Lebensmittel für die Hurrikan-Opfer in die USA geschickt. Insgesamt sollten der US-Behörde für Katastrophenmanagement 14.000 Feldverpflegungspakete übergeben werden, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.

Die USA nahmen zudem das Hilfsangebot der Vereinten Nationen an. Ein Uno-Koordinierungsteam lote derzeit in Washington aus, wie die Weltorganisation die Bemühungen der USA am besten unterstützen könne, sagte ein Uno-Sprecher. Die Uno sei bereit, "Hilfspersonal und eine Vielzahl von Hilfsgütern" zur Verfügung zu stellen. Dabei sollten auch Unterorganisationen wie das Kinderhilfswerk UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation WHO, das Welternährungsprogramm WFP sowie das Hochkommissariat für Flüchtlinge mit eingebunden werden.

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