Hyatt-Erbin Pritzker Obama kürt Milliardärin zur Ministerin

Sie zählt zu den reichsten Frauen Amerikas, war eine der wichtigsten Spenderinnen für Barack Obamas Wahlkampf - und sitzt künftig im Kabinett des US-Präsidenten. Penny Pritzker ist neue US-Handelsministerin. Ihre Familie gründete die Hotelkette Hyatt.

Froman, Obama, Pritzker: Milliardärin im Kabinett
DPA

Froman, Obama, Pritzker: Milliardärin im Kabinett


Washington - US-Präsident Barack Obama hat eine Milliardärin zur Handelsministerin ernannt. Penny Pritzker, deren Vermögen das Magazin "Forbes" auf rund 1,85 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) schätzt, soll künftig die wichtigste Kontaktperson der Regierung zur Geschäftswelt sein. "Sie ist eine der angesehensten Unternehmensführerinnen in unserem Land", sagte Obama bei der Verkündung der Personalie am Donnerstag in Washington.

Penny Pritzker ist Tochter von Donald Pritzker, einem Mitbegründer der Hyatt-Hotelkette, die heute eine der größten Hotelgruppen der Welt ist. Sie leitete auch ihre eigene Immobilienfirma und sitzt im Aufsichtsrat der Hotelkette.

Die 54-Jährige zählt auch zu Obamas wichtigsten Wahlkampf-Unterstützern. 2008 organisierte Pritzker seine Spendenkasse, auch 2012 sammelte sie Hunderttausende für ihn ein - ein großer Teil davon kam nach Angaben der Website opensecrets.org aus ihrer eigenen Tasche. An den Kosten seiner zweiten Amtseinführung im Januar beteiligte sie sich zudem mit 250.000 Dollar, schreibt "Forbes".

"Sie weiß aus Erfahrung, dass kein Regierungsprogramm allein einen Unternehmer ersetzen kann", sagte Obama. Pritzker werde die USA zu einem "Magneten für gute Jobs" machen. Sie folgt auf John Bryson, der im Juni 2012 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Mehr als drei Monate nach Beginn seiner zweiten Amtszeit besetzte Obama noch einen weiteren Regierungsposten. Er nominierte seinen bisherigen Wirtschaftsberater Michael Froman als Handelsbeauftragten. Der Präsident nannte Froman, der für die Gespräche über Freihandelsabkommen mit Europa und Asien zuständig sein wird, einen "äußerst harten Verhandler". Beide Kandidaten müssen noch vom Senat bestätigt werden.

fab/dpa/AFP



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
ich_rocke, 02.05.2013
1. Ich rate mal
Gehört sie auch zum Council on foreign relations oder der Trilateral comission?
cato. 02.05.2013
2.
Zitat von sysopREUTERSSie zählt zu den reichsten Frauen Amerikas, war eine der wichtigsten Spenderinnen für Barack Obamas Wahlkampf - und sitzt künftig im Kabinett des US-Präsidenten. Penny Pritzker ist neue US-Handelsministerin. Ihre Familie gründete die Hotelkette Hyatt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hyatt-erbin-pritzker-obama-macht-milliardaerin-zur-ministerin-a-897802.html
Also um den Artikel zusammenzufassen hat Penny Pritzker sich ein Ministeramt mit Wahlkampfspenden gekauft. Eine ähnliche Praxis gab es auch schon bei der Auswahl der Botschafter für Deutschland...
philzero 02.05.2013
3. Deutscher Neid
Was sollen diese ständigen Neidartikel eigentlich bewirken? Dass der letzte Rest Kompetenz aus der Politik auch noch verschwindet? Das ist eine erfahrene und erfolgreiche Geschäftsfrau, die ideale Besetzung für diese Position. Ich würde mir davon viel mehr auch in der deutschen Politik wünschen. Aber Erfolg wird hier ja immer nur beneidet und nicht wertgeschätzt. Kein Wunder, dass es in unserer politischen Landschaft so traurig aussieht...
Heimatloserlinker 02.05.2013
4. Von Obama lernen!
Zitat von sysopREUTERSSie zählt zu den reichsten Frauen Amerikas, war eine der wichtigsten Spenderinnen für Barack Obamas Wahlkampf - und sitzt künftig im Kabinett des US-Präsidenten. Penny Pritzker ist neue US-Handelsministerin. Ihre Familie gründete die Hotelkette Hyatt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hyatt-erbin-pritzker-obama-macht-milliardaerin-zur-ministerin-a-897802.html
Warum macht unsere Kanzlerin nicht die überaus kompetente Frau Kladden zur Wirtschaftsministerin und schickt den jetzigen Minister-Darsteller in die Wüste?
pablocremer 02.05.2013
5. Zustimmung
Zitat von philzeroWas sollen diese ständigen Neidartikel eigentlich bewirken? Dass der letzte Rest Kompetenz aus der Politik auch noch verschwindet? Das ist eine erfahrene und erfolgreiche Geschäftsfrau, die ideale Besetzung für diese Position. Ich würde mir davon viel mehr auch in der deutschen Politik wünschen. Aber Erfolg wird hier ja immer nur beneidet und nicht wertgeschätzt. Kein Wunder, dass es in unserer politischen Landschaft so traurig aussieht...
Voellig richtig. Diese kranke Neiddebatte ist langsam unertraeglich. Wie sagt "des Teufels General" von Zuckmeyer: der faustische Brieftraeger. So sind viele Deutsche. Neidisch, kleinbuergerlich und in staendiger Besserwisserei lebend.
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