Indien Fünf Tote bei mutmaßlichem Maoisten-Anschlag

Fünf Menschen sind im Osten Indiens bei der Explosion eines Kleinbusses gestorben. Die Polizei machte einen Anschlag maoistischer Rebellen für das Unglück verantwortlich. Diese haben bereits in der Vergangenheit ähnliche Attacken verübt.


Patna - Die Explosion war gewaltig: Fünf Menschen starben im ostindischen Staat Jharkhand, als ihr Kleinbus auf eine Landmine fuhr. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde das Fahrzeug vollständig zerstört. Sicherheitskräfte machten maoistische Rebellen für die Tat verantwortlich.

Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um Bankangestellte, die in der Gegend Geldautomaten überprüften.

In den vergangenen Monaten haben die Maoisten ihre Kämpfe verstärkt. Sie griffen Züge und auch Polizeistationen und Regierungsgebäude an. Im April kamen bei einem Feuergefecht 76 Polizisten ums Leben.

Maoisten behaupten von sich, für die Rechte der Armen, Landlosen und Unterdrückten in Indien zu kämpfen. Mit ihren antikapitalistischen Parolen gewinnen sie in armen Gegenden immer mehr Anhänger. Die Rebellen werfen der Regierung vor, die Landbevölkerung nicht am wirtschaftlichen Aufschwung des Landes teilhaben zu lassen.

Schätzungsweise 20.000 Kämpfer zählen die Maoisten derzeit in Indien. Ministerpräsident Manmohan Singh hatte den Aufstand als die größte Bedrohung der inneren Sicherheit bezeichnet.

adg/mmq/apn



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