Wahl in Indien Premierminister Modi liegt deutlich vorne

Die größte Demokratie der Welt zählt aus: Bei der Wahl in Indien waren gut 900 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Premierminister Modi steuert laut Prognosen auf eine Wiederwahl zu.

Auszählung von Wählerstimmen in Amritsar, Indien: Hindunationalisten liegen in 288 von mehr als 540 Wahlkreisen vorn
Narinder Nanu/AFP

Auszählung von Wählerstimmen in Amritsar, Indien: Hindunationalisten liegen in 288 von mehr als 540 Wahlkreisen vorn


Die Partei des indischen Premierministers Narendra Modi liegt nach den Parlamentswahlen Prognosen zufolge klar in Führung. Wenige Stunden nach Beginn der Auszählung führte die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) in 288 von mehr als 540 Wahlkreisen deutlich vor der oppositionellen Kongresspartei, teilte die Wahlkommission in Neu Delhi mit.

Die Wahlen in der größten Demokratie der Welt hatten sich über mehrere Wochen erstreckt. Bei der am Donnerstagmorgen angelaufenen Auszählung lag die Kongresspartei den Angaben der Kommission zufolge nur in 50 Wahlkreisen vorne. Nachwahlbefragungen, die bereits auf einen deutlichen Sieg von Modis Partei hingedeutet hatten, hatte der Chef der Kongresspartei, Rahul Gandhi, am Mittwoch als gefälscht bezeichnet.

Bestätigen sich die Auszählungstrends, würde das eine BJP-Mehrheit bedeuten, die sogar noch über dem Ergebnis von 2014 liegt. Damals hatte die Partei einen Erdrutschsieg erlangt, als sie 282 der mehr als 540 Sitze im Unterhaus gewann und mit ihren Verbündeten auf 336 Sitze kam.

Indiens Börsen reagierten positiv auf die ersten Auszählungsergebnisse und erreichten kurz nach der Eröffnung Rekordwerte: Die Indizes Sensex und Nifty stiegen beide um mehr als zwei Prozent.

Am Sonntag war die Mammutwahl nach sechs Wochen zu Ende gegangen. Etwa 65 Prozent der 900 Millionen Stimmberechtigten haben sich nach Angaben der Wahlbehörde an der Wahl beteiligt, Experten schätzen die Kosten auf mehr als sechs Milliarden Euro.

Wegen der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen und der gewaltigen Größe des Landes mit seinen etwa 1,3 Milliarden Einwohnern fand die Wahl in sieben Phasen statt. Gezählt werden die über Wochen hinweg abgegebenen Stimmen innerhalb eines einzigen Tages.

cte/AFP

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