Indien Zahlreiche Tote bei Anschlag im Norden des Landes

Schwerer Anschlag in Nordindien: Mindestens 17 Menschen wurden getötet und 30 verletzt, als in der Stadt Imphal eine Bombe explodierte. Wer hinter dem blutigen Anschlag steckt, ist noch unklar.


Hamburg/Guwahati - Bei einem Bombenanschlag in der nordostindischen Stadt Imphal sind nach Polizeiangaben mindestens 17 Menschen getötet und 30 verletzt worden. Elf Menschen seien auf der Stelle tot gewesen, als die gewaltige, in einem Motorroller versteckte Bombe am Dienstagabend in der Nähe einer Polizeiwache in der Hauptstadt des Bundesstaates Manipur detonierte, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sechs weitere Menschen seien anschließend in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlegen.

Unter den 30 weiteren Verletzten waren nach Angaben von Ärzten drei in einem kritischen Zustand. Die meisten der Opfer waren Zivilisten. Einige der Leichen waren nach Angaben eines Augenzeugen bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Wer der Urheber des Attentats war, war zunächst unklar. In Manipur sind 19 verschiedene Rebellengruppen aktiv, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Der seit Jahrzehnten von Unruhen erschütterte äußerste Nordosten Indiens liegt eingezwängt zwischen Bhutan, China, Birma und Bangladesch.

flo/AFP



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