Internetbotschaft Massenmord im Irak - Zwölf Geiseln umgebracht

Irakische Extremisten haben nach eigenen Angaben zwölf Geiseln aus Nepal getötet. Im Internet zeigten sie Bilder der Tat.




Bagdad - Die irakische Extremistengruppe Ansar al-Sunna bekannte sich zu den Morden. Das geht aus einer Erklärung der Gruppe hervor, die heute im Internet veröffentlicht wurde. "Verlautbarung des militärischen Zweiges über die Vollstreckung des göttlichen Urteils über die Nepalesen, die aus ihrem Land gekommen sind, um der Kreuzritter-Regierung zu dienen", ist der Text überschrieben. Der Erklärung waren Bilder beigefügt, auf denen unter anderem zu sehen ist, wie einem gefesselten Mann der Kopf abgeschnitten wird. Auf anderen Bildern wurde gezeigt, wie die übrigen Geiseln mit Schüssen in den Hinterkopf und Rücken ermordet wurden, während sie gefesselt in einem Graben liegen.

"Wir haben Gottes Urteil gegen zwölf Nepalesen vollstreckt, die aus ihrem Land kamen, um Muslime zu bekämpfen und den Juden und Christen zu dienen, und selbst an Buddha als ihren Gott glauben", heißt es in dem Text auf der Website.

Die Gruppe hatte am Sonntag auf ihrer Website ein Video veröffentlicht, das angeblich die entführten Nepalesen zeigt. Die Aufnahmen zeigten einen Mann, der in eine amerikanische Flagge gehüllt war. Er erklärte, die Gruppe sei nach einer Vereinbarung ihres Unternehmens mit den US-Streitkräften in den Irak gekommen, vermittelt habe dabei eine jordanische Firma. Um ihn herum saßen elf Männer, die ihre Pässe in die Kamera hielten. Die Ansar-al-Sunna-Armee hatte vor gut einer Woche in einer Erklärung im Internet behauptet, die Männer in ihre Gewalt gebracht zu haben.

Die Nepalesen sollen für die jordanische Firma als Köche und Reinigungskräfte gearbeitet haben.

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