Irak 900 tote US-Soldaten im vergangenen Jahr

Blutige Bilanz: Für die US-Truppen im Irak war 2007 ein schwarzes Jahr. Die US-Armee verlor in in den vergangenen zwölf Monaten 900 Soldaten - mehr als jemals zuvor.


Bagdad - Das US-Militärkommando berichtete gestern Abend, ein US-Soldat sei am letzten Tag des Jahres durch einen Unfall in der Nähe eines Militärflugplatzes ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der US-Soldaten, die im Irak im vergangenen Jahr ihr Leben verloren haben, auf 900.

2007 war damit das verlustreichste Jahr für die amerikanischen Truppen seit der Besetzung des Landes im Frühjahr 2003. Seit Beginn der Invasion im März 2003 starben im Irak nach offiziellen Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt mehr als 3900 US-Soldaten, davon 822 im Jahr 2006.

Die Zahl der Iraker, die 2007 von Terroristen, Milizionären, Soldaten oder Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet wurde, wird auf 18.000 geschätzt, darunter mehr als 16.000 Zivilisten. Erst gestern hatte ein Selbstmordattentäter bei einer privaten Trauerfeier in Bagdad 30 Menschen mit in den Tod gerissen.

amz/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.