Irak Al-Qaida bekennt sich zu Mord an algerischen Diplomaten

Die Terrorgruppe um den irakischen al-Qaida-Chef Abu Mussab al-Sarkawi hat sich zur Ermordung von zwei entführten Diplomaten aus Algerien bekannt. Heute sei "das Urteil eines islamischen Tribunals" umgesetzt worden, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung.


Entführter algerischer Diplomat Belaroussi: "Urteil eines islamischen Tribunals" umgesetzt
REUTERS

Entführter algerischer Diplomat Belaroussi: "Urteil eines islamischen Tribunals" umgesetzt

Dubai - "Eure Brüder vom militärischen Arm der al-Qaida im Zweistromland haben das Gottesurteil heute vollstreckt", heißt es weiter. Die Diplomaten Ali Belaroussi und Ezzedine Ben Kadi seien "getötet" worden. Zunächst ließ sich nicht klären, ob die Nachricht authentisch ist. Am Nachmittag bestätigte aber das algerische Präsidentenamt den Tod der Diplomaten.

Der algerische Geschäftsträger im Irak, Ali Belaroussi, und der Diplomat Ezzedine Ben Kadi waren am vergangenen Donnerstag von Unbekannten überfallen und verschleppt worden. Gestern hatte die Entführergruppe in einer Internet-Botschaft angekündigt, die beiden zu ermorden. Die Organisation droht darin auch Diplomaten anderer arabischer Staaten im Irak mit dem Tod. Ebenfalls im Internet veröffentlichte die Gruppe ein Video, auf dem die beiden Entführten zu sehen sind. Auf den Aufnahmen nennen die zwei Männer mit verbundenen Augen ihre Namen und persönlichen Daten.



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