Irak Angeblich entführter US-Soldat ist wahrscheinlich eine Puppe


Washington (dpa) - Bei einem im Internet gezeigten, angeblich von Extremisten im Irak entführten US-Soldaten handelt es sich nach amerikanischen Erkenntnissen wahrscheinlich um eine Puppe. Das berichteten US-Medien am Mittwoch. Die auf einem Foto abgebildete "Person" sehe genauso aus wie die von seiner Firma seit dem Jahr 2003 hergestellte Puppe "Special Ops Cody", sagte der Marketing-Direktor eines amerikanischen Unternehmens

Am Dienstag war auf einer islamistischen Website die Mitteilung einer Gruppe aufgetaucht, die sich "Mudschahedin-Kompanie im Irak" nannte. Darin wurde erklärt, die Gruppe habe den US-Soldaten John Adam in ihrer Gewalt. Auf dem beigefügten Foto war ein Gewehrlauf auf den Kopf der angeblichen Person in Uniform gerichtet, die an eine Wand gelehnt auf dem Boden lag.

Die Absender drohten damit, die "Geisel" innerhalb von 72 Stunden zu töten, sollten die US-Truppen nicht irakische Gefangene freilassen. Das Pentagon hatte daraufhin erklärt, dass kein US-Soldat vermisst, aber der Fall untersucht werde. Die Untersuchungen dauerten am Mittwoch an.



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