Irak Anschläge auf Konvois haben sich verdoppelt

Für die Versorgungskonvois des US-Militärs wird das Risiko im Irak immer größer. Die Zahl der Angriffe hat sich nach US-Angaben innerhalb eines Jahres verdoppelt.


Washington - Der für die Logistik zuständige Brigade-General Yves Fontaine sagte, seine Soldaten seien nun pro Woche etwa 30 Angriffen mit improvisierten Bomben (IEDs) ausgesetzt. "Weil wir die Panzerung unserer Fahrzeuge verbessert haben, ist die Zahl der Opfer deutlich zurückgegangen, obwohl die IED-Angriffe zugenommen haben", sagte Fontaine. Er nannte keine Opferzahlen.

Die meisten Angriffe fänden im so genannten Sunnitischen Dreieck im Norden und Westen Bagdads statt. Pro Tag sind nach US-Angaben mehr als 150 Konvois mit insgesamt mehr als 2500 Fahrzeugen im Irak unterwegs. Fontaine unterstehen 18.500 Soldaten, von denen 60 Prozent Reservisten sind. Die Aufständischen im Irak sehen die mit Treibstoff, Lebensmitteln, Wasser, Waffen und Ausrüstung beladenen Konvois als bevorzugte Ziele von Angriffen mit Bomben, die am Straßenrand versteckt werden.

Führende US-Militärs hatten in den vergangenen Tagen erklärt, die Gesamtzahl der Angriffe sei im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben. Seit dem Einmarsch der USA in den Irak sind mehr als 1800 US-Soldaten in dem Land getötet worden.



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