Irak Dutzende Tote bei Anschlag auf Bus mit Pilgern

Die Opfer waren überwiegend schiitische Pilger: An einer Tankstelle im Süden des Irak wurde ein Selbstmordanschlag auf mehrere Busse verübt. Zu dem Attentat mit Dutzenden Toten bekannte sich der IS.


Nach Polizeiangaben vom Donnerstag explodierte im Dorf Schomali 120 Kilometer südöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad ein Lastwagen an einer Tankstelle, an der zahlreiche Busse mit schiitischen Pilgern parkten. Rund 100 Menschen seien dabei getötet worden sein, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Unter den Opfern seien auch mindestens 20 Iraner, teilten Behörden mit.

Mindestens sieben Busse hätten zum Zeitpunkt der Explosion an der Tankstelle gestanden, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Die schiitischen Pilger kamen aus der Stadt Kerbela, wo in den vergangenen Tagen Millionen Schiiten das Arbain-Fest begangen hatten. Aus Furcht vor Anschlägen sunnitischer Extremistengruppen hatte das Fest unter massiven Sicherheitsbedingungen stattgefunden.

Iran verurteilte das Attentat scharf."Diese barbarische und menschenverachtende Tat ist eine verzweifelte Reaktion des IS auf die jüngsten Niederlagen", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Aber auch diese Attentate hielten den Iran nicht davon ab, die irakische Regierung in ihrem unermüdlichen Kampf gegen den IS weiterhin zu unterstützen, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Fars.

als/AFP/AP/dpa

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