Irak-Attacke Trefferquote war niedriger als 50 Prozent

Amerikanische und britische Kampfflugzeuge haben bei ihrem Angriff auf Ziele im Irak offenbar weniger Ziele getroffen als vorgesehen. Droht nun ein neuer Schlag?


Washington - Ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums bestätigte in Washington einen entsprechenden Bericht des Fernsehsenders CBS und sagte, das Ergebnis könne man bestenfalls als mäßigen Erfolg bezeichnen.

Laut CBS wurden von 20 beschossenen Radarstellungen nur acht getroffen. Ursache sei ein technisches Problem gewesen, hieß es. Der Informant aus dem Verteidigungsministerium, der anonym bleiben wollte, konnte keine genauen Zahlen nennen. Aber er sagte, es seien weniger als die Hälfte der ins Visier genommenen Radarstellungen zerstört worden.

Bei den Angriffen außerhalb der Flugverbotszonen über dem Norden und Süden Iraks wurden am vergangenen Freitag nach irakischen Angaben zwei Menschen getötet. Die Militäroperation der Amerikaner und Briten löste internationale Kritik aus.

Unterdessen wandte sich die irakische Regierung an Uno-Generalsekretär Kofi Annan mit der Bitte, armen US-Bürgern 200 Millionen Mark spenden zu dürfen. Irak wolle den 30 Millionen Amerikanern, die sich von Abfällen ernähren müssten, ein Leben in Würde ermöglichen, erklärte sie. Die Summe solle von den Erlösen aus den irakischen Ölverkäufen finanziert werden. Diese fließen in einen Fonds ein, den die Uno verwaltet.



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