Irak Autobomber zerstört Brücke in Bagdad

Bei einem Bombenanschlag auf eine Brücke über den Tigris sind in Bagdad mindestens zehn Menschen getötet und 26 verletzt worden. Autos stürzten in den Fluss.


Bagdad - Der Selbstmordattentäter sprengte sich nach Angaben der Polizei mit einem Lastwagen auf der Brücke in die Luft. Dabei sei ein Loch in die Stahlkonstruktion gerissen worden. Rund Autos stürzten den Angaben zufolge in den Tigris. Polizeiboote suchten nach Überlebenden, während US-Hubschrauber über dem Tatort kreisten.

Die al-Sarafija-Brücke verbindet die nördlichen Stadtteile Asamija und Bab al-Muasam miteinander. Sie wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den Briten gebaut. Sie war ursprünglich eine Straßen- und Eisenbahnbrücke. Die Gleise wurden Anfang der 70er Jahre jedoch entfernt, um mehr Platz für den Autoverkehr zu schaffen.

Die Detonation hat sich im dichten Berufsverkehr im Norden der Hauptstadt ereignet. Einer der Brückenpfeiler sei zusammengebrochen. Man befürchte, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen werde, teilte die Polizei mit.

Die US-Truppen im Irak haben zusammen mit irakischen Soldaten vor zwei Monaten eine weitere Offensive gegen Rebellen in Bagdad begonnen. Dennoch hält die Gewalt in der irakischen Hauptstadt wie auch im Rest des Landes an. Die Lage der Bevölkerung hat sich nach Angaben des Rotes Kreuzes trotz der Offensive weiter verschlechtert.

"Das beständige Leiden der irakischen Männer, Frauen und Kinder ist unerträglich und nicht hinnehmbar", sagte Pierre Krähenbühl vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) anlässlich der Veröffentlichung eines Berichts über die Lage der irakischen Zivilbevölkerung. "Die internationale Gemeinschaft muss mehr tun, um der Zivilbevölkerung im Irak zu helfen", so der IKRK-Direktor für Auslandseinsätze.

jaf/AP/reuters

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