Irak-Berichterstattung CNN-Star-Reporterin kritisiert US-Regierung

CNN-Star-Korrespondentin Christiane Amanpour hat die US-Regierung bezichtigt, die amerikanischen Medien während des Irak-Kriegs eingeschüchtert zu haben. Den Machern des Konkurrenzsenders Fox News warf sie vor, Bushs "Fußsoldaten" gewesen zu sein.


Nicht kritisch genug: Amanpour
DPA

Nicht kritisch genug: Amanpour

Atlanta - Amanpour, eine der beliebtesten Reporterinnen der USA, sagte gegenüber der Zeitung "USA Today", die "Einschüchterung" der amerikanischen Medien durch die Bush-Regierung und den Sender Fox News, der Bush während des Irak-Kriegs "Fußsoldaten" gestellt habe, habe bei CNN zu einem "Klima der Angst und der Selbstzensur" geführt.

Amanpour, die für CNN selbst aus dem Irak berichtet hat, sagte ferner, in dieser Atmosphäre hätten die Journalisten nicht die richtigen Fragen gestellt. Dies treffe vor allem auf die Motive zu, die hinter der Invasion im Irak standen, insbesondere in Bezug auf die angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen. Die CNN-Frau sagte: "Es schaut so aus, als ob dies Desinformation auf dem höchsten Niveau war."

Irena Briganti, Sprecherin von Fox News, entgegnete Amanpour: "Wenn ich die Wahl habe, bin ich lieber Bushs Fußsoldat als die Sprecherin von al-Qaida."



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.