Irak Bush bombt wieder, Moskau ist empört

Erneut haben US-Kampfflugzeuge Angriffe auf Ziele im Irak geflogen. Militärs in Russland fühlen sich provoziert und befürchten eine Eskalation.


US-Kampfflieger nach dem Angriff auf Bagdad letzte Woche
AFP

US-Kampfflieger nach dem Angriff auf Bagdad letzte Woche

Moskau - Der russische General Leonid Iwaschow, Leiter der Abteilung für internationale militärische Zusammenarbeit, sah zudem "keine militärischen Gründe" für diesen neuen Luftangriff. Die Aktion sei ein "Schlag gegen das Ansehen internationaler Organisationen, in erster Linie gegen den Uno-Weltsicherheitsrat".

Sollten die Vereinten Nationen keine ernsten Schritte unternehmen, könnten diese Bombenangriffe nach Iwaschows Meinung "zu einer Eskalation ähnlicher Einsätze der Mannschaft von US-Präsident George W. Bush gegen andere Länder" führen. "Wenn Washington so weiter macht, dann wird sich in Zukunft nicht ein Staat der Welt sicher fühlen", zitierte ihn die Agentur Interfax weiter.

US-Kampfflugzeuge haben in der nördlichen Flugverbotszone irakische Militärstellungen bombardiert. Wie das Pentagon am Donnerstag mitteilte, hatten die Iraker zuvor auf eine Maschine der Alliierten während eines Routineflugs geschossen. Am vergangenen Freitag hatten amerikanische und britische Kampfflugzeuge bei dem massivsten Angriff seit zwei Jahren aus der südlichen Flugverbotszone heraus Ziele in der Umgebung Bagdads bombardiert.



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