Irak Bush nährt Hoffnung auf Truppenabzug

Einheimische Soldaten spielen im Irak nach den Worten von US-Präsident George Bush eine immer größere Rolle im Kampf gegen Aufständische. Mit dieser Einschätzung nährte Bush Hoffnungen, dass ein Abzug der US-Truppen aus dem Irak näher rücken könnte.


Washington - Ein hochrangiger US-General schränkte jedoch ein, es werde noch einige Zeit dauern, bevor eine große Zahl irakischer Einheiten ohne US-Unterstützung eingesetzt werden könne. Mehr als 30 Prozent der irakischen Truppen führten derzeit Einsätze gegen Aufständische an, sagte Bush in Washington. "Wir haben Soldaten, die mit ihnen eingesetzt werden und das ist ein wichtiger Teil unseres Ausbildungseinsatzes. Aber dennoch zeigen die Iraker eine zunehmende Fähigkeit, den Feind zu bekämpfen", ergänzte er.

Weiterhin bestehen aber Zweifel an der Befähigung der irakischen Truppen zum jetzigen Zeitpunkt. General David Petraeus stellte klar, lediglich eines der rund 115 Kampfbataillone von irakischer Armee und Polizei sei zurzeit ohne Unterstützung durch US-Truppen einsetzbar. Mehr als 36 dieser rund 800 Mann starken Einheiten könnten allerdings bereits Einsätze anführen.

Seit Beginn des Irak-Krieges sind mehr als 1900 US-Soldaten in dem Land getötet worden. In der Heimat hat dies Kritik an der Irak-Politik Bushs ausgelöst. Bush hatte mit dem Verweis auf den angeblichen Besitz des Iraks von Massenvernichtungswaffen die Invasion des Landes angeordnet. Solche Waffen wurden in dem Land aber nie gefunden.

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