Irak-Chaos Iran bietet USA Hilfe an

Der Iran hat eine diplomatische Initiative der besonderen Art gestartet. Das Land will der verhassten USA helfen, dem ehemaligen Feind Irak aus der "misslichen Situation" zu helfen.


Teheran - Irans Präsident Mohammed Chatami sagte, sein Land wolle den USA beistehen, die Irak-Krise zu bewältigen. Es habe sich schließlich niemals gegen den Sturz von Präsident Saddam Hussein gestellt. Doch die Probleme im Irak hätten sich danach verstärkt anstatt abzunehmen. Zur Lösung der Probleme schlug Chatami vor, die alliierten Streitkräfte müssten abziehen und freie Wahlen gehalten werden.

"Das Schicksal des Landes muss den Irakern selbst überlassen werden", sagte der iranische Präsident. Die US-Politik sei nicht nur mit Blick auf Iran, sondern auf die gesamte Region falsch gewesen. "Daher hoffe ich inständig, dass Mr. Bush in seiner zweiten Amtszeit seine Politik ändert", sagte Chatami.

Das Verhältnis zwischen Teheran und Washington ist seit Jahren gespannt. Die US-Regierung wirft Iran vor, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben. Iran, das in den 80er Jahren Krieg mit dem Nachbarn Irak führte, hat sich in der gegenwärtigen Krise im Irak öffentlich weitgehend zurückgehalten.

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