Rüstungsgeschäft Irak dementiert angeblichen Waffendeal mit Iran

Die Rede war von Waffen und Munition für fast 200 Millionen Dollar. Ein angebliches Rüstungsgeschäft zwischen Irak und Iran hat die US-Regierung aufgeschreckt. Nun stellt Bagdad klar: Es wird keinen Handel geben.

Irakische Einheiten: Nun doch keine Ausrüstung aus dem Nachbarland
REUTERS

Irakische Einheiten: Nun doch keine Ausrüstung aus dem Nachbarland


Teheran/Bagdad - Der irakische Außenminister Hoschjar Sebari hat Berichte über einen Waffendeal mit Iran dementiert. "Es hat keinen Waffenvertrag gegeben und Irak hält sich an internationale Vorschriften und Uno-Resolutionen", sagte Sebari am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Teheran.

Bagdad und Teheran seien aber in konstanten Beratungen über die Sicherheitslage in der Region. "Unsere Grenzen mit dem Iran dienen als Brücke für regionale Sicherheit", so Hoschjar Sebari weiter.

Bei dem Geschäft sollte es laut der Nachrichtenagentur Reuters um Waffen und Munition im Wert von 195 Millionen Dollar gehen. Die Rüstungsgüter sollten demnach von Iran an den Irak verkauft werden.

Zuvor hatten die USA das angebliche Geschäft mit scharfen Worten verurteilt. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte: "Wir haben unsere Besorgnis gegenüber der irakischen Regierung auf höchster Ebene geäußert und wiederholt, dass jede Waffenlieferung aus dem Iran eine klare Verletzung von Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats wäre." Gegen Iran gibt es internationale Sanktionen als Reaktion auf das umstrittene Atomprogramm des Landes.

Als Druckmittel hatten die USA ihrerseits ein Rüstungsgeschäft auf Eis gelegt. Eigentlich sollte der Irak in Kürze 24 Kampfhubschrauber aus den USA erhalten. Bis die offenen Fragen rund um das Irak-Iran-Abkommen nicht geklärt sind, ist die Lieferung jedoch gestoppt.

jok/dpa/Reuters



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