Irak-Einsatz Bush will US-Soldaten früher nach Hause lassen

Rückkehr zur alten Praxis: Die Einsatzphasen der amerikanischen Soldaten im Irak und in Afghanistan verkürzen sich wieder, US-Präsident Bush will ihre Aufenthaltsdauer von 15 auf zwölf Monate beschränken.


Washington - Mit dem geplanten Teilabzug bis Sommer würden sich auch die Einsatzphasen wieder verkürzen, sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Die vor rund einem Jahr eingeführte längeren Aufenthaltsdauer hatten die US-Armee stark beansprucht. Sie war nötig, um ausreichend Soldaten für eine kurzzeitige Truppenaufstockung im Irak zu haben.

Bush wolle diese Entscheidung heute offiziell verkünden, sagte der Pentagon-Vertreter. Der US-Präsident will nach Vorlage des jüngsten Berichts der US-Militärführung zur Lage im Irak den Fortgang des Einsatzes bekannt geben. Seine Rede wird für 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) erwartet.

Nach Angaben des US-Militärs starben gestern drei US-Soldaten durch Bombenanschläge im Irak. Zwei Militärangehörige kamen demnach in der Hauptstadt Bagdad ums Leben, ein weiterer in der Provinz Salaheddin. Irakische und US-Truppen liefern sich derzeit in der Schiitenhochburg Sadr City im Nordosten Bagdads heftige Kämpfe mit Anhängern der Mahdi-Miliz des radikalen Schiitenpredigers Muktada al-Sadr.

asc/AFP

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