Irak Explosion in Moschee - mindestens acht Tote

Bei einer Explosion in einer Moschee in der Stadt Falludscha sind mindestens acht Iraker ums Leben gekommen. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar.


Falludscha - Die Explosion ereignete sich in der Nacht zum Dienstag in einem Ziegelgebäude im Hof der Moschee. Acht Menschen seien getötet, sechs weitere Menschen verletzt worden, berichtete der katarische TV-Sender Al-Dschasira.

Während irakische Augenzeugen von einem Raketen- oder Bombenangriff sprachen, behaupteten US-Soldaten in Falludscha, dass in der Moschee versteckte Sprengsätze explodiert seien. In der 55 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt gibt es seit Wochen Spannungen zwischen den amerikanischen Besatzungstruppen und Aufständischen.

Am Dienstagmorgen versammelten sich Iraker am Unglücksort und suchten in den Trümmern nach Metallteilen. "Dies sind Teile einer Rakete", sagte der 26-jährige Akil Ibrahim Ali. Der amerikanische Unteroffizier Thomas McMurtry sagte jedoch, es gebe keinerlei Hinweise auf einen Angriff von außen. "Was da auch immer explodiert ist, befand sich dort schon."

Die Situation nach dem Krieg im Irak wird in der amerikanischen Öffentlichkeit inzwischen mit wachsender Skepsis beurteilt. Der Anteil derjenigen, die im Irak eine sich verschlechternde Situation erkennen, verdreifachte sich seit Mai auf 42 Prozent, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage für den Fernsehsender CNN und die Zeitung "USA Today" hervorgeht. 56 Prozent der Befragten waren aber der Ansicht, dass der Einsatz gut verlaufe.

Seit US-Präsident George W. Bush am 1. Mai die Kampfaktionen für beendet erklärte, sind 60 US-Soldaten im Irak ums Leben gekommen.



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