Irak Explosion reißt vier US-Soldaten in den Tod

Bei Kämpfen im Süden Bagdads starben nach Angaben des Militärs vier amerikanische Soldaten. Alleine im August wurden bisher 30 US-Soldaten im Irak getötet - seit Beginn der Irak-Invasion 2003 wurden 3688 Gefallene gezählt.


Bagdad/Kabul - Die Explosion traf die Soldaten der Task Force Marne gestern während Gefechten in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad, erklärte das US-Militär. Details zu den Vorfällen nannte es zunächst nicht.

Südlich von Bagdad sind Tausende US-Soldaten stationiert, um den Schmuggel von Waffen und Sprengsätzen in die Hauptstadt zu drosseln. Die Truppenpräsenz soll auch verhindern, dass weitere Extremisten und Terroristen nach Bagdad vordringen können.

Seit Februar haben die USA rund 30.000 zusätzliche Soldaten in den Irak geschickt, um die Sicherheitslage zu stabilisieren und der irakischen Regierung Zeit für politische Fortschritte zu verschaffen.

Die US-Truppen zahlen für ihren Einsatz weiterhin einen hohen Preis: Allein im August sind nach offiziellen Angaben bereits mindestens 30 Soldaten getötet worden. Mit den jüngsten Todesfällen erhöht sich die Zahl der seit Beginn der Invasion im März 2003 Gefallenen auf 3688 Männer und Frauen.

Lieutenant-General Raymond Odierno, zweiter Kommandeur der US-Truppen im Irak, sagte, die Zahl der US-Soldaten, die im Irak sterben, habe aber zuletzt abgenommen. Im Mai und Juni habe die Zahl der bei ihrem Einsatz ums Leben gekommenen Soldaten einen Höhepunkt erreicht.

US-Kommandeure warnen unterdessen vor einem erneuten Anstieg der Verluste, weil die US-Streitkräfte zuletzt vermehrt in gefährliche Gebiete vorstießen, die bislang tabu waren.

Tödliche Anschläge in Afghanistan

Unterdessen sind drei Soldaten der internationalen Truppen in Afghanistan und ihr afghanischer Dolmetscher bei einer Bombenexplosion im Osten des Landes getötet worden. Dies teilten die Truppen in einer in Kabul veröffentlichten Erklärung mit. Die Explosion habe sich in der Provinz Nangarhar ereignet, die an Pakistan grenzt. Ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban rief bei der Nachrichtenagentur AFP an und bekannte sich zu dem Anschlag.

Gestern wurden der Gouverneur und der Polizeichef der irakischen Diwaniya durch eine Autobombe getötet. Die beiden Männer waren auf dem Rückweg in die Hauptstadt der Provinz, 180 Kilometer südlich von Bagdad, als der Sprengsatz explodierte.

anr/AP/Reuters/AFP



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