Irak Frau reißt 15 Menschen mit sich in den Tod

Eine Selbstmordattentäterin hat im Irak mindestens 15 Menschen getötet. Bei weiteren Anschlägen kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Iraks Regierungschef al-Maliki lehnte eine zeitliche Begrenzung des Einsatzes der US-Armee in seinem Land ab.


Bagdad - Bei dem Anschlag auf den Polizeiposten in Mokdadijah, rund hundert Kilometer nördlich von Bagdad, wurden nach Polizeiangaben außerdem 32 Menschen verletzt. Bei dem Attentat trug die Täterin nach Angaben der Polizei eine mit Sprengstoff gefüllte Weste. Unter den Opfern seien auch Jugendliche, die sich für eine Stelle bei der Polizei bewerben wollten.

Bei weiteren Anschlägen im Irak starben mindestens 16 Menschen, unter ihnen vier US-Soldaten. Drei Polizisten kamen bei einer Explosion in Tikrit ums Leben, ein Soldat in Kirkuk und acht Menschen in Bagdad, wie Polizei und Innenministerium mitteilten. Das US-Militär gab bekannt, vier US-Soldaten seien getötet worden, drei von ihnen in der Hauptstadt. Zwei US-Hubschrauber wurden den Angaben zufolge beschossen, konnten jedoch zu ihren Stützpunkten zurückkehren, ohne dass es Verletzte gab.

Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki lehnte eine zeitliche Begrenzung des Einsatzes der US-Armee in seinem Land ab. Maliki wandte sich damit gegen eine Forderung der Demokraten im US-Kongress. Seine Regierung bemühe sich, die Sicherheit zu verbessern, damit die internationalen Streitkräfte abziehen könnten, sagte der Ministerpräsident während seines ersten Staatsbesuchs in Japan. Ein Rückzug der Truppen solle von den Erfolgen und Siegen der Regierung bestimmt werden, nicht von einem Kalender, sagte Maliki.

asc/AFP

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