Irak Gaddafi will entführtem Briten helfen

Nach Palästinenserpräsident Arafat will sich nun auch der libysche Staatschef Gaddafi für den im Irak entführten Briten Ken Bigley einsetzen. Er will seine Kontakte nutzen, um die von einer Terrorgruppe festgehaltene Geisel frei zu bekommen.


London - Britische Zeitungen berichten heute, der Bruder Bigleys habe Gaddafis Sohn Saif, der sich in London aufhält, darum gebeten, dass der libysche Staatschef seine Kontakte im Nahen Osten für eine mögliche Freilassung einsetzt. Nun habe der Bruder nach eigenen Angaben einen Anruf von der Gaddafi-Stiftung in Libyen bekommen, in dem zugesagt worden sei, "alles zu tun, um uns zu helfen".

Vergangene Woche hatte bereits Palästinenserpräsident Jassir Arafat seine Unterstützung angekündigt. Arafat wollte einen ranghohen Getreuen, der viele Jahre im Irak zugebracht habe, damit beauftragen, Kontakt zu den Entführern aufzunehmen.

Ken Bigley war am 16. September zusammen mit zwei amerikanischen Bauingenieuren in Bagdad entführt worden. Die von dem Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi angeführte Terrorgruppe enthauptete die beiden Amerikaner und drohte damit, Bigley ebenfalls zu ermorden. Die Gruppe veröffentlichte eine Video, das Bigley in einem Käfig sitzend zeigt.

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