Irak Großrazzia in Saddams Heimat

Die USA haben auf den Abschuss eines ihrer Kampfhubschrauber im Irak mit einer Großrazzia reagiert. Irakische Freischärler feuerten am Morgen auf ein Hotel in Bagdad.


Tikrit/Bagdad - Mehr als 300 Soldaten stürmten am Freitag 20 Häuser und drei Geschäfte in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit. Dabei wurden nach US-Militärangaben 13 von 18 gesuchten Männern und Jugendlichen festgenommen. Die Männer stünden im Verdacht, an Anschlägen gegen die US-Streitkräfte beteiligt gewesen zu sein, berichtet die CNN. Es seien Materialen zum Bombenbau, Computer und Handfeuerwaffen beschlagnahmt worden. An

Am Donnerstag war nahe der Stadt Falludscha ein US-Kampfhubschrauber vom Typ "Black Hwak" abgestürzt. Dabei waren neun amerikanische Soldaten getötet worden. Der Helikopter sei während eines Routineeinsatzes abgestürzt, teilte das US-Militär in Bagdad mit. Die Ursache werde untersucht, ein Abschuss nicht ausgeschlossen.

Über dem Internationalen Flughafen von Bagdad wurde nach Angaben der US-Luftwaffe außerdem eine Transportmaschine vom Boden aus mit Raketen beschossen und musste notlanden. Keiner der 63 Insassen sei verletzt worden.

Am Freitagmorgen feuerten Freischärler Raketen auf ein Hotel im Stadtzentrum von Bagdad. Augenzeugen berichteten, das hauptäschlich von ausländischen Geschäftsleuten bewohnte Hotel "Burdsch al-Hajat" sei im fünften Geschoss getroffen worden. Opfer habe es aber nicht gegeben, teilten Sicherheitskräfte des Hotels mit.

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