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23. März 2005, 14:37 Uhr

Irak-Hilfsprogramm

Uno zahlt Ex-Mitarbeiter Sevan die Anwaltskosten

Als Leiter der Irak-Hilfe "Öl für Lebensmittel" soll sich Benon Sevan um bis zu 1,5 Millionen Dollar bereichert haben. Jetzt musste die Uno bestätigen, dass sie ihrem beschuldigten früheren Mitarbeiter die Anwaltskosten bezahlt, die ihm durch die Ermittlungen entstanden sind.

Sevan: "Nicht einen Penny"
AP

Sevan: "Nicht einen Penny"

New York - Als Begründung für die Übernahme der Kosten sagte Uno-Sprecher Fred Eckard, Sevan habe sich für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt und im Gegenzug die Erstattung der Kosten für seinen Rechtsschutz von einem Konto des Hilfsprogramms zugesagt bekommen. Dies gelte aber nur für Rechtskosten, die Sevan vor Bekanntwerden der belastenden Ergebnisse am 3. Februar entstanden, schränkte Annans Kabinettschef Mark Malloch Brown schriftlich ein.

Eine unabhängige Untersuchungskommission beschuldigt Sevan, sich bei der Abwicklung von "Öl für Lebensmittel" möglicherweise um bis zu 1,5 Millionen Dollar bereichert zu haben. Dagegen behauptet Sevan, "nicht einen Penny" für sich abgezweigt zu haben.

Nach Bekanntwerden der belastenden Untersuchungsergebnisse am 3. Februar hatte Uno-Generalsekretär Kofi Annan Disziplinarmaßnahmen gegen den Untergeneralsekretär in Ruhestand angeordnet.

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