Irak Viele Tote bei IS-Selbstmordanschlag auf Hochzeitsfeier

Sie schossen mit Maschinenpistolen und warfen Handgranaten in die Menge: Bei einem Angriff mehrerer Selbstmordattentäter auf eine Hochzeitsfeier im Irak wurden mindestens 20 Menschen getötet.


Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich schnell zu dem verheerenden Anschlag: Mindestens 20 Menschen wurden getötet, als mehrere Selbstmordattentäter in dem Ort Ain al-Tamur im Zentrum des Irak eine Hochzeitsfeier angriffen.

Mindestens 16 Menschen seien in dem Ort westlich der vor allem von Schiiten bewohnten Stadt Kerbela verletzt worden, teilten die Sicherheitsbehörden nach Angaben der Nachrichtenseite "Alsumaria" am Montag mit.

Demnach zündete am späten Sonntagabend zunächst einer der Angreifer seinen Sprengstoffgürtel. Mit Maschinenpistolen hätten zudem mehrere Angreifer das Feuer eröffnet und Handgranaten in die Menge geschleudert, teilte die Polizei mit. Sicherheitskräfte hätten vier weitere Attentäter getötet.

Der IS verübt regelmäßig Anschläge im Irak und nimmt dabei vor allem Schiiten ins Visier. Die Terrormiliz hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Irak erobert, in den vergangenen Monaten aber einige größere Gebietsverluste erlitten. Zuletzt verlor die Miliz unter anderem die Großstadt Falludscha. Auf ihre militärischen Niederlagen reagierten die Dschihadisten mit einer Ausweitung ihrer Anschläge.

als/AFP/Reuters/dpa

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