Irak Krieg der Autobomben

Der Krieg sollte Freiheit schaffen, er hat Tod und Gewalt gebracht. Seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai ist kaum ein Tag vergangen, an dem die Straßen Bagdads nicht von Gefechtslärm oder Detonationen widerhallten. Lieblingswaffe der irakischen Guerilleros: Die Autobombe.


 Anschlag auf das "Bagdad"-Hotel: Rollende Sprengsätze
REUTERS

Anschlag auf das "Bagdad"-Hotel: Rollende Sprengsätze

Bagdad - Die Situation im Irak gerät immer mehr außer Kontrolle. Die Amerikaner und ihre Verbündeten in Bagdad und Umgebung müssen täglich um ihr Leben bangen, der Guerilla-Krieg gegen die Besatzer fordert einen immer höheren Blutzoll.

Im Visier der irakischen Freischärler sind dabei nicht nur die amerikanischen und britischen Soldaten. Anschläge gegen Zivilisten, Verwaltung und Hilfsorganisationen häufen sich. Mit Sprengstoff beladene Autos, gesteuert von Selbstmordattentätern, werden dabei zu tödlichen Waffen.

Dem jüngsten Anschlag auf das Bagdad-Hotel, das als Unterkunft von Mitarbeitern des US-Geheimdienstes CIA und anderen Vertretern der von den USA geführten Besatzung und Zivilregierung gilt, gingen mehrere blutige Auto-Attacken voraus:

  • Vergangene Woche rasten zwei Selbstmordattentäter mit ihrem Auto in eine Polizei-Station in Sadr-City. Bei dem Anschlag starben acht Iraker.
  • Am 29. August starben mindestens 83 Menschen, unter ihnen der Schiiten-Führer Ayatollah Mohammed Baqer al-Hakim als nach dem Freitagsgebet eine Autobombe in der Menschenmenge vor der Imam Ali Moschee in Najaf detoniert
  • Am 19. August zerfetzte eine Autobombe das Uno-Hauptaqaurtier in Bagdad. Sergio Vieira de Mello, der Uno-Beauftragter für den Irak und 17 weitere Menschen starben in den Trümmern.
  • Zwei Wochen zuvor hatte die Detonation eines mit Sprengstoff beladenen Wagens die Jordanische Botschaft in Bagdad in Schutt und Asche gelegt. 17 Menschen starben, über 60 wurden verletzt.
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