Irak-Krieg Der US-Armee gehen die Rekruten aus

Die anhaltende Gewalt im Irak wirkt sich auch auf die Rekrutierungserfolge der US-Armee aus. Im vergangenen Monat erreichte die Zahl der neuen Soldaten erstmals nicht das gesetzte Ziel. Im Verteidigungsministerium macht man sich nun ernsthafte Sorgen.


US-Soldat in Mossul: Zweifel in den Familien
REUTERS

US-Soldat in Mossul: Zweifel in den Familien

Washington - "Der Krieg hat offensichtlich Auswirkungen", sagte der Sprecher des US-Rekrutierungskommandos Douglas Smith in Washington. Im Februar sei das Rekrutierungsziel um 27,5 Prozent verfehlt worden, teilte das Rekrutierungskommando mit. Damit blieb die US-Armee bei der Anwerbung erstmals seit Mai 2000 hinter ihren monatlichen Zielsetzungen zurück. Die Zahl der seit Beginn des Irak-Krieges getöteten US-Soldaten stieg am Donnerstag auf mehr als 1500.

Die mit der Rekrutierung befassten Armee-Mitarbeiter müssten sich wesentlich länger als üblich mit Zweifeln potenzieller Rekruten und derer Familien auseinandersetzen, führte Smith aus. "Die Menschen widmen der Tatsache von Risiken im Zusammenhang mit dem Dienst in der Armee sehr viel Aufmerksamkeit."

Die Entwicklung gebe Anlass zur Sorge, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums Lawrence Di Rita. Die Bonuszahlungen für den Eintritt in die Armee seien erhöht worden, und die Zahl der Anwerber sei um 20 Prozent gestiegen, ergänzte er.

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