Irak-Krieg Pentagon informiert Bush über Angriffsszenarien

Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren, um einen amerikanischen Angriff auf den Irak zu verhindern. Doch in Washington stellte General Tommy Franks, Bushs Mann für den Irak, dem Präsidenten neue Angriffspläne vor.

Washington - Der Afghanistan erprobte Franks lieferte die Pläne am Montag im Weißen Haus ab. Die Reaktion Bushs lassen auf sich warten. Noch ist unklar, ob eine Entscheidung darüber gefallen ist, wie der Regimewechsel in Bagdad erreicht werden soll.

Die militärische Option bleibt aktuell, die Drohgebärden auf der Tagesordnung. Doch möglicherweise zieht Bush andere Lösungen des Problems der Kontrolle von Massenvernichtungsmitteln doch noch in Betracht, wird in Medien gemutmaßt.

Die diplomatischen Bemühungen zur Vermeidung eines Krieges laufen auf Hochtouren, seit Saddam Hussein den Chefwaffeninspektor der Uno, Hans Blix, zu Gesprächen nach Bagdad eingeladen hat. Das irakische Parlament schickte eine Einladung zur Waffeninspektion an den US-Kongress. Auch scheint es dem Irak zu gelingen, arabische Staaten für sich zu gewinnen, so dass ein amerikanischer Angriff das Risiko eines Flächenbrandes im Mittleren und Nahen Osten erhöht.

In den USA wird auf die Einladungen aus Bagdad mit Skepsis oder Ablehnung reagiert. Die Bush-Regierung hat sie zurückgewiesen, und selbst Tom Daschle, der demokratische Mehrheitsführer im Senat sagt: "Die Einladung scheint ein weiterer Versuch der irakischen Führung zu sein, von ihrem Unwillen abzulenken, eine Vereinbarung zu erfüllen, die sie mit der internationalen Gemeinschaft bereits geschlossen haben."

Auf Hochtouren laufen nicht nur die diplomatischen Bemühungen, möglicherweise zu einer friedlichen Durchsetzung der Waffenkontrolle im Irak zu kommen, sondern auch diejenigen, Allianzen innerhalb der irakischen Opposition zu schmieden. Am Freitag werden führende Vertreter irakischer Gruppen in Washington erwartet. Dem amerikanischen Außen- und Verteidigungsministerium ist daran gelegen, Saddam damit zu beunruhigen und Rivalitäten innerhalb der irakischen Opposition möglichst abzubauen.

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