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20. März 2003, 19:13 Uhr

Irak-Krieg

Putin verschärft Ton gegenüber Washington

Der russische Präsident Wladimir Putin übte scharfe Kritik am alliierten Angriff auf Bagdad und verlangte ein schnelles Ende der Kampfhandlungen. Zudem widersprach er der Einschätzung der US-Regierung, der Irak sei eine Gefahr für die Weltsicherheit.

Moskau - "Die Militäraktion ist ungerechtfertigt", sagte Putin. "Es gab bisher keine Antwort auf die Frage, ob es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt." Der Krieg sei ein "großer politischer Fehler". Der Irak sei keine Gefahr, weder für seine Nachbarstaaten, noch für die Golfregion oder gar für die Welt.

Ari Fleischer, der Sprecher des Weißen Hauses, sagte, US-Präsident George W. Bush verstehe die Einwände Putins. Die Kritik aus Moskau werde die Beziehung der Länder aber nicht stören. Dazu seien sie zu wichtig. Zudem wachse die Koalition der Willigen, wie die USA die Nationen nennen, die mit dem Kriegskurs einverstanden sind. "Die wachsende Zahl der Nationen, die Unterstützung geben, ist ermutigend."

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