Irak-Krise Pentagon-Mitarbeiter in Kuweit erschossen

Der drohende Irak-Krieg wirft seine Schatten voraus. Erneut gab es in Kuweit einen Mordanschlag auf Amerikaner. Zwei Angestellte des US-Verteidigungsministeriums wurden in Kuweit-Stadt in eine Schießerei verwickelt. Einer der Männer wurde getötet, der andere schwer verletzt.

Kuweit-Stadt - Die US-Botschaft bestätigte den Tod eines US-Bürgers und teilte mit, das zweite Opfer sei lebensgefährlich verletzt. Den Quellen zufolge handelt es sich bei den Opfern um zivile Angestellte des Ministeriums. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, der verletzte Mann sei, von zahlreichen Schüssen getroffen, aus einem Geländewagen geborgen worden. Zu der Tat bekannte sich bislang niemand.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des US-Stützpunkts Camp Doha nördlich von Kuweit-Stadt, einer Basis, die die US-Armee zum Truppenaufbau für einen möglichen Krieg gegen den Irak nutzt.

Der verletzte Mann wurde den Angaben zufolge in eine Militärklinik eingeliefert. Die Polizei sperrte die Straßen im Umkreis des Tatortes ab. Es gab vorerst keine Berichte über Festnahmen.

Im November hatte ein kuweitischer Polizist auf einer Fernverbindungsstraße südlich von Kuweit-Stadt zwei US-Soldaten angeschossen und schwer verletzt. Einen Monat zuvor griffen zwei Kuweiter eine Gruppe von US-Marineinfanteristen an und töteten einen von ihnen.

In Kuweit befinden sich zurzeit mehr als 15.000 US-Soldaten, die für den Fall eines Kriegs gegen den Irak dort stationiert sind. Sollten die USA sich für einen Krieg gegen den Irak entscheiden, wird vermutlich ein großer Teil der Militäroperationen von Kuweit aus laufen. Im Golfkrieg 1991 war das Land von den USA und ihren Verbündeten befreit worden. Der Irak hatte es zuvor besetzt und annektiert.

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