Kampf gegen IS Irakische Luftwaffe bombardiert versehentlich Bagdad

Ein Kampfflugzeug des Irak hat die eigene Hauptstadt bombardiert - aus Versehen. Als Grund werden technische Probleme mit dem "Suchoi"-Jet genannt. Mindestens sieben Menschen wurden getötet.

Suche nach Überlebenden in Bagdad: Aus Versehen bombardiert
AP/dpa

Suche nach Überlebenden in Bagdad: Aus Versehen bombardiert


Ein irakisches Kampfflugzeug hat nach offiziellen Angaben versehentlich Bagdad bombardiert. Bei dem Angriff auf die eigene Hauptstadt wurden mindestens sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt. Die offizielle Begründung: Es habe auf dem Rückweg von einem Bombenangriff ein "technisches Problem" mit dem "Suchoi"-Kampfjet gegeben, erklärte der Armeesprecher Saad Maan.

"Eine der Bomben blieb wegen eines technischen Problems stecken und stürzte bei der Rückkehr des Flugzeugs zum Stützpunkt auf drei Häuser in Bagdad-Dschadida", so der Sprecher. Für den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte der Irak von Russland und Iran Kampfjets vom Typ "Suchoi" Su-25 erhalten. Diese gelten als robust. Die irakische Flotte ist jedoch veraltet und derzeit stark beansprucht.

Die IS-Miliz hält weite Teile des sunnitischen Westens des Irak besetzt. Auch in Nordsyrien melden die Dschihadisten derzeit Erfolge: Die Stadt Ain Issa sei von kurdischen Einheiten zurückerobert worden. Damit sei die bedrohte Hochburg Rakka wieder gesichert.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von einer Großoffensive der Extremisten, durch die zahlreiche Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) zumindest verletzt wurden. Vor zwei Wochen hatten kurdische Einheiten den Ort 50 Kilometer entfernt von Rakka eingenommen und den IS damit unter Druck gesetzt. Rakka gilt als inoffizielle Hauptstadt des IS in Syrien.

vek/AFP/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.