Irak Militante drohen mit Anschlägen bei der Wahl


Bagdad - Eine militante Gruppe im Irak hat mit Anschlägen während der für den 27. Januar angesetzten Parlamentswahl gedroht und zum Wahlboykott aufgerufen. "Die Mudschahidin (Glaubenskämpfer) werden schwere Anschläge auf Wahllokale verüben, weil es die Wahllokale der Ungläubigen sind", hieß es in einer am Donnerstag im Internet veröffentlichten Erklärung der "Armee der Ansar al-Sunna". Die Gruppe hatte in der Vergangenheit mehrere Geiseln im Irak genommen und getötet und sich zu mehreren Anschlägen gegen die US-geführten Truppen bekannt.

Um die Sicherheitslage im Irak bis zu der Wahl zu stabilisieren, führt die US-Armee derzeit Offensiven gegen die Rebellen-Hochburgen Falludscha und Mossul. In Mossul griffen Aufständische nach US-Militärangaben den Amtssitz des Provinz-Gouverneurs an. Dabei wurden ein Leibwächter getötet und vier weitere Menschen verletzt.Die Rebellen hätten zehn Granaten auf das Büro in der 390 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt abgefeuert, sagte eine Sprecherin des US-Militärs. Dabei sei ein mit Benzin gefülltes Tankfahrzeug in Brand geraten. Gouverneur Duraid Kaschmula, dessen Vorgänger im Juli ermordet worden war, blieb unverletzt. Auch auf einen US-Militärstützpunkt in Mossul wurden sechs Granaten gefeuert.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.