Gewalt im Irak Viele Tote bei Selbstmordanschlag

Blutiger Anschlag im Süden des Irak: Bei einem Selbstmordattentat in der vor allem von Schiiten bewohnten Stadt Hilla sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Fast 150 weitere wurden verletzt.

Bombenattentat in Hilla: Zahlreiche Tote und Verletzte
REUTERS

Bombenattentat in Hilla: Zahlreiche Tote und Verletzte


Hilla - Bei einem Selbstmordanschlag im Süden des Irak sind am Sonntag mindestens 32 Menschen getötet worden. Fast 150 Menschen seien bei dem Attentat in der vor allem von Schiiten bewohnten Stadt Hilla verletzt worden, teilten Polizeikreise und Ärzte mit. Der Angreifer habe sich mit einem Minibus an einem Kontrollposten in die Luft gesprengt, als er von Wachen angehalten wurde.

Mindestens 50 Autos hätten nach der Explosion Feuer gefangen, sagte ein Polizist. Aus einigen Fahrzeugen konnten Rettungskräfte nur noch verkohlte Leichen bergen. Auch der Kontrollpunkt sei teilweise zerstört worden. Bislang hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Die Behörden rechnen damit, dass sich die Opferzahl noch erhöht.

Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad. Die Zahl der Terrorakte ist im Irak in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, das Land wird seit Monaten von einer Welle der Gewalt überzogen. 2013 kamen bei Bombenanschlägen und anderen Attacken mehr als 8000 Zivilisten ums Leben.

Hunderttausende Menschen waren daher zuletzt auf der Flucht. Genährt wird der Konflikt vom Bürgerkrieg im benachbarten Syrien und von der Wut der sunnitischen Minderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Viele Sunniten werfen Maliki vor, sie politisch und wirtschaftlich bewusst zu benachteiligen.

cst/Reuters/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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wynkendewild 09.03.2014
1. Clash of Wills!
Zitat von sysopREUTERSBlutiger Anschlag in Süden des Irak: Bei einem Selbstmordattentat in der vor allem von Schiiten bewohnten Stadt Hilla sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Fast 150 weitere wurden verletzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-mindestens-32-tote-bei-selbstmordanschlag-in-hilla-a-957709.html
Der Generalstabschef bzw. Kommandeure des US-Heeres, General Odierno, des US-Marinekorps, General Amos und der US-Spezialkräfte haben ein Grundsatzpapier mit dem Titel *"Strategic Landpower:Winning the Clash of Wills"* über die Erfahrung der Landstreitkräfte und die Herausforderungen für die Zukunft veröffentlicht. Im Zentrum der Erfahrung der diversen Bodentruppen, konventionell sowie speziell, steht die "menschliche Dimension". Für die Zukunft ist es wichtiger wie ein Krieg endet als der Beginn. Ein Konflikt wird dort als Zusammenprall von Interessen und Willen interpretiert, der sich nur dann gewinnen lässt, wenn man die "menschliche Dimension", also das "physische,, kulturelle und soziale Umfeld" stärker berücksichtigt. Das Unverständnis der USA für manche Konflikte liegt darin begründet, dass sie pysisch gesehen einen "Inselcharakter" hätten. Die US-Kultur sieht in Konflikten deshalb häufig ein rein technisches Problem und fokusiert dann bei Konfliktlösungen auch auf eher technische Mittel. Diese komplexen Konfliktzusammenhänge basieren eher auf menschlichen Faktoren, nur Spezialkräfte scheinen laut diesen Bericht über die Kernkompetenzen zu verfügen, die für effektive Einsätze im menschlichen/zwischenmenschlichen Bereich, so z.B. bei friedenssichernden, stabilitätsorientierten oder Ausbildungseinsätzen von Nöten sind. Die Europäer sollten sich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen schließlich handhaben die solche Konflikte fast genauso. Es kann schließlich nicht sein,dass der Westen eine Intervention startet, dazu zählen für mich auch schon politische Initiativen, ohne das regionalpolitische und soziale Umfeld zu berücksichtigen. Solch kutrzsichtiges Handeln schürt den Hass nur immer weiter, auch gegen die Europäer.
meier_7 09.03.2014
2. optional
Genährt wird der Konflikt ausschließlich vom faschistischen Denken sunnitischer Extremisten und deren Unterstützer, das hat absolut nichts mit der Regierungspolitik zu tun.
recepcik 09.03.2014
3. Der Terror in Irak
geht ausschließlich von den Sunniten aus. Das ist das einzige was diese Mörderbanden können. Niemand soll behaupten das es ein religiöser Krieg zwischen Schiiten und Sunniten ist, denn dazu gehören zwei Seiten. Von den Schiiten sind keine Selbstmordanschläge gegen die Sunniten verübt worden.
wynkendewild 09.03.2014
4.
Zitat von recepcikgeht ausschließlich von den Sunniten aus. Das ist das einzige was diese Mörderbanden können. Niemand soll behaupten das es ein religiöser Krieg zwischen Schiiten und Sunniten ist, denn dazu gehören zwei Seiten. Von den Schiiten sind keine Selbstmordanschläge gegen die Sunniten verübt worden.
Für diese gewagte These können Sie sicherlich auch Beweise vorlegen, oder?
kristiangruber 09.03.2014
5.
Es ist aber auch so dass der irakische Regierungschef Schiit ist und sehr eigenmächtig agiert und denkt . Jetzt ist alles andersherum als unter Saddam der Sunnit war . Die Sunniten nahmen ja auch nicht an der letzten Urnenwahl teil . . . Auch die Kurden im Norden fordern ihre Autonomie und stehen sich mit bewaffnet gegenüber der regulären Armee /Regierung . Immerhin stellt keine Scheich oder der Westen Gelder oder Waffen für eine der beiden Seiten ... wie in Syrien .
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