Irak Neue Tötungsvorwürfe gegen US-Soldaten

Die USA sehen sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert, ihre Soldaten hätten im Irak unschuldige Zivilisten getötet. Die irakische Armee, Polizisten und Augenzeugen beschuldigten die US-Truppen, zwei Frauen und einen geistig behinderten Mann erschossen zu haben.


Hamburg - Dies sei am 4. Mai in der Stadt Samarra im Norden des Landes geschehen. "Sie waren nicht bewaffnet und es waren keine Kämpfer im Haus", sagte ein hochrangiger Polizeioffizier, der anonym bleiben wollte.

Ein Augenzeuge bestätigte die Vorwürfe. Seine 60 Jahre alte Ehefrau, sein behinderter 40-jähriger Sohn und seine 20 Jahre alte Tochter seien getötet worden.

Ein Sprecher der betroffenen US-Division wies die Vorwürfe zurück. Die Soldaten hätten zwei unbekannte Männer und eine Frau getötet, die Anschläge auf die Truppen geplant hätten. Die Opfer seien bei einem Feuergefecht in einem Haus ums Leben gekommen.

Die Vorwürfe folgen auf jüngste Anschuldigungen, die US-Armee habe in der westlichen Stadt Haditha ein Massaker an 24 unschuldigen Zivilisten verübt. Die US-Regierung hat zugesagt, vollständig öffentlich über den Vorfall zu informieren, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind.

bri/Reuters



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