Irak Pilger aus Pakistan und Indien in Kerbela getötet

Terroristen haben in der irakischen Stadt Kerbela 14 Pilger aus Pakistan und Indien mit Kopfschüssen getötet. Großajatollah Sistani forderte die Regierung auf, für mehr Sicherheit zu sorgen.


Bagdad - Die Wallfahrer seien in einem Kleinbus in einem Wüstengebiet in der Nähe der schiitischen Stadt unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des irakischen Innenministeriums. Sie hätten die Behörden vorab nicht über die Fahrt unterrichtet und hätten deshalb nicht geschützt werden können. Mehrere Angreifer hätten den Bus angehalten, Frauen und Kinder aussteigen lassen und die Männer mit Kopfschüssen getötet. Die Täter seien vermutlich radikale Sunniten gewesen.

Nach einer Serie von Gewalttaten gegen Schiiten hat Großayatollah Ali Sistani die Regierung aufgefordert, für Sicherheit im Land zu sorgen. Wenn dies nicht gelinge, würden "andere Gruppen" die Kontrolle übernehmen, warnte der oberste schiitische Geistliche nach einem Treffen mit Regierungschef Nuri el Maliki in Nadschaf. Mit seiner Äußerung spielte Sistani möglicherweise auf Schiitenmilizen wie die Mahdi-Armee des radikalen Schiitenführers Muktada al-Sadr an.

asc/AFP/AP

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