Irak-Politik Bush hofft auf den Blankoscheck

US-Präsident George W. Bush glaubt, den Blankoscheck für einen Krieg gegen den Irak vom Kongress zu bekommen. Die Regierung und das Parlament würden bald wieder "mit einer Stimme sprechen", sagte Bush am Donnerstag.


Washington - Bush betonte, er stehe in der Diskussion über das weitere Vorgehen gegen den Irak kurz vor einer Einigung mit dem Kongress. "Demokraten und Republikaner lehnen es ab, in einer Zukunft voller Angst zu leben", sagte der US-Präsident in Washington.

Die Rede wurde als Versuch der innenpolitischen Entspannung gewertet, auch wenn sie nicht die von der Demokratischen Partei geforderte Entschuldigung für Bushs jüngste Bemerkungen darstellte. Der Republikaner Bush hatte die Demokraten nach ihrer Kritik an der harten Haltung gegenüber dem Irak beschuldigt, nicht an der Sicherheit des amerikanischen Volks interessiert zu sein. Die Demokraten warfen Bush daraufhin vor, die Debatte um Krieg oder Frieden für politische Zwecke zu missbrauchen.

Bush bekräftigte zugleich seine Vorwürfe gegen die irakische Regierung mit drastischen Worten. Iraks Präsident Saddam Hussein horte biologische und chemische Waffen und könne bald Atomwaffen entwickeln, die jederzeit an verbündete Terroristen weitergereicht werden könnten. Zudem beschuldigte der US-Präsident die irakische Regierung, die von einem "gefährlichen und brutalen Mann" geführt werde, Frauen vergewaltigen und Andersdenkende foltern zu lassen.

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