Kampf gegen IS-Milizen Iraks Premier will von Deutschland Waffen

Im Kampf gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" sucht die irakische Regierung Unterstützung - auch aus Deutschland. Premier Nuri al-Maliki fordert von Berlin jetzt Hilfe beim Kauf von Waffen.

Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki: "Hier brauchen wir Hilfe"
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Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki: "Hier brauchen wir Hilfe"


Bagdad - Appell des irakischen Regierungschefs: Nuri al-Maliki bittet im Kampf gegen die Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) auch Deutschland um militärische Unterstützung. "Wir brauchen keine Soldaten, allerdings brauchen wir Hilfe bei der Bewaffnung und hoffen auf eine schnelle Antwort von Ländern, mit denen wir einen Kauf vereinbaren wollen", sagte er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Derzeit sei der Irak dabei, leichte und mittlere Waffen von Deutschland zu kaufen. "Hier brauchen wir Hilfe." Wie diese konkret aussehen soll, führte der Premier nicht aus.

Außerdem könnten Deutschland und andere Länder seiner Regierung "durch politische und diplomatische Solidarität" beistehen, indem sie Druck auf die Länder der Region ausüben, "die den Terror unterstützen", sagte Maliki. Allein könne der Irak den Kampf gegen die Terrorgruppe nicht gewinnen.

Maliki ist innerhalb und außerhalb seines Landes hochumstritten. Dem schiitischen Premier wird vorgeworfen, die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen geschürt zu haben. Er habe die Sunniten im Irak zu wenig in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen.

Die sunnitische Gruppe "Islamischer Staat" hat Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht. Der Terrorgruppe werden zwei Anschläge am Donnerstag zugeschrieben, bei denen in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens zehn Menschen ums Leben kamen. Dutzende Bewohner wurden verletzt.

heb/Reuters

insgesamt 8 Beiträge
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danubius 18.07.2014
1. Solidarität für Maliki durch Waffenlieferungen in den Irak?
Hoffentlich ist sich Deutschland seiner politischen Verantwortung bewusst und liefert keine Waffen in den Irak. Solange dieses Land täglich instabiler wird und zu zerfallen beginnt, solange brauchen wir diesen Prozess nicht auch noch zu unterstützen und uns mit Waffenlieferungen politisch einseitig für Maliki und seine von ihm bevorzugt vertretene schiitische Religionsgruppe zu outen. Eine solche Aktion Deutschlands wäre politisch ein schlechtes Signal für ganz Nah- und Mittelost und für unsere Wirtschaft mittelfristig kontraproduktiv.
schneeballschlacht 18.07.2014
2. Keine Patrone
Zitat von sysopAPIm Kampf gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" ist die irakische Regierung auf Unterstützung angwiesen - auch aus Deutschland. Premier Nuri al-Maliki fordert von Berlin jetzt Hilfe beim Kauf von Waffen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-premier-maliki-will-von-deutschland-waffen-gegen-is-milizen-a-981698.html
Die Amerikaner haben die irakische Armee ausgerüstet. Ergebnis war, dass diese Armee quasi kampflos den ISIS Dschihadisten Massen dieser Waffen überlassen hat. (Panzer, Raketen, etc.) Diese kommen nun in Syrien gegen die Kurden und bei der Eroberung von Öl-und Gasfeldern zum Einsatz. Warum sollte das jetzt auf einmal anders sein?
alias_=|||=_ 18.07.2014
3.
Bevor die irakischen Soldaten scharenweise davonliefen hatte die Armee genug Waffen. Nun hat sie der IS. Wie wahrscheinlich ist es, dass das mit neuen Waffen auch passiert?
indubioproreo 18.07.2014
4. Unnützer Artikel,
Herr Augstein hat gesprochen. Muss ich nicht mal lesen, ich weiß was drin steht. Der Mann ist so facettenreich! Aber ernsthaft, wer schickt dem Iran Waffen? Nach Isis gibts dann wieder die alten Probleme mit besser bewaffneten Gegnern, obwohl Isis zugegebener Maßen quasi Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, wohingegen die politische Führung im Iran eher zwischen Prostata- und Hodenkrebs rangiert. Ich hoffe der Vergleich ist schlecht, sonst wird man Isis kaum los...
organic2000 18.07.2014
5. Genau das, was der Irak jetzt braucht
...sind Waffen Waffen Waffen. Funktioniert ja schon seit Jahren in dieser Region.
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