Irak-Regierung Heftige Schelte aus den USA für Bagdad

Ein führender Politiker der Republikanischen Partei von US-Präsident Bush hat massive Kritik an der Regierung im Irak geübt. Ihr sei es nicht gelungen, irgendetwas von dem durchzusetzen, was sie politisch versprochen habe. Dennoch sei die Invasion im Irak richtig gewesen.


Washington - "Die irakische Regierung ist eine riesige Enttäuschung", sagte der Chef der republikanischen Minderheit im Senat, Mitch McConnell, heute dem US-Sender "CNN". Die USA hätten viel investiert, um den Irakern "eine Chance auf eine normale Regierung nach all den Jahren mit Saddam
Hussein und seinen Gräueltaten" zu geben. Dennoch habe Bagdad kaum Fortschritte gemacht. Bei den meisten Senatoren der Partei von Präsident George W. Bush und auch bei den Demokraten habe sich Enttäuschung über die irakische Regierung breit gemacht. Sollte das Parlament, wie in Berichten zu lesen gewesen sei, für die Forderung nach einem Abzug der US-Streitkräfte stimmen, "werden wir ihrer Bitte gern nachkommen", sagte McConnell.

Dennoch rechtfertigte McConnell die US-Invasion im Irak und
in Afghanistan nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001. Die große Mehrheit der Republikaner sei davon überzeugt, dass diese Entscheidungen dem Schutz der USA gedient hätten. "Was wir jetzt allerdings feststellen ist, wie schwierig es ist, eine funktionierende Regierung in Gegenden wie dem Irak oder Afghanistan zu etablieren", meinte McConnell.

kai/Reuters/AP

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