Irak-Resolution Moskau sagt noch immer "Njet"

Der neueste amerikanische Entwurf für eine Irak-Resolution des Uno-Sicherheitsrates ist erneut auf die Ablehnung Russlands gestoßen. Der oberste Uno-Waffeninspektor Hans Blix und US-Staatssekretär John Bolton hörten in Moskau nur altbekannte Positionen.


Moskau - Die russische Regierung blieb bei ihrer Ansicht, dass die Rückkehr der Waffeninspekteure in den Irak auch ohne neue Resolution möglich sei. Inoffiziell wurde der am Vortag von den USA im Kreis der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates eingebrachte Resolutionsentwurf von russischer Seite als "Enttäuschung" bezeichnet. Er sei "unannehmbar für Russland und andere Mitglieder des Weltsicherheitsrats", zitierten die russischen Nachrichtenagenturen Experten "aus gut informierten Kreisen".

Blix widersprach dieser Haltung vor seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Igor Iwanow. Die Arbeit der Waffeninspektoren im Irak sei von einer neuen Uno-Resolution abhängig, so der Schwede. "Wir sind bereit zur Rückkehr in den Irak, sobald der Uno-Sicherheitsrat Ja sagt", betonte Blix.

Der US-Staatssekretär für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, John Bolton, kündigte eine baldige Erörterung der jüngsten amerikanischen Vorschläge auf höchster Ebene an. Außenminister Colin Powell werde den Resolutions-Entwurf mit seinem Kollegen Iwanow auf dem Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) am Wochenende in Mexiko erörtern, so Bolton nach seinem Treffen mit Iwanow. In Mexiko ist auch ein Treffen des amerikanischen Präsidenten George W. Bush mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin geplant.



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