Irak Rice auf Blitzbesuch in Mossul

Condoleeza Rice hat heute überraschend den Irak besucht. Die US-Außenministerin rief dabei die Sunniten auf, an der Parlamentswahl in fünf Wochen teilzunehmen.


Mossul - "Es ist wichtig, über die Trennlinien hinauszureichen", sagte Rice bei der Ankunft in der nordirakischen Stadt Mossul. Deshalb sollten die Sunniten an der Parlamentswahl teilnehmen. 60 Prozent der Einwohner Mossuls sind arabische Sunniten. Rice traf in Mossul mit Gouverneur Duraid Kaschmula zusammen, einem Sunniten, dessen Vetter und Vorgänger von Aufständischen im vergangenen Jahr getötet wurde.

Seit dem Sturz von Präsident Saddam Hussein haben die arabischen Sunniten ihre vorherrschende Stellung unter den Bevölkerungsgruppen des irak verloren. Schiiten, die den größten Bevölkerungsteil stellen, und Kurden arbeiten in der Regierung zusammen.

Im Irak verüben Extremisten fast täglich Anschläge. Erst gestern hatte ein Selbstmordattentäter in Bagdad 35 Menschen Menschen mit in den Tod gerissen. Zu dem Anschlag bekannte sich die Extremisten-Organisation al-Qaida.

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