Irak Saddam-Vertrauter soll hinter Anschlägen auf US-Militär stecken

Die US-Armee im Irak hat nach eigenen Angaben neue Erkenntnisse, dass Issat Ibrahim, einer der engsten Vertrauten des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, die Anschläge auf US-Truppen plant.


Bagdad - "Uns erreichen immer neue Informationen, die daraufhin deuten, dass er direkt in die Tötung von einigen Soldaten der verbündeten Streitkräfte (im Irak) verwickelt war", sagte ein Armeesprecher in Bagdad auf einer Pressekonferenz. Ibrahim ist die Nummer Sechs auf der Liste der 55 meist gesuchten ehemaligen irakischen Führungskader. Er war im Führungsgremium Revolutionären Kommandorat die Nummer Zwei und galt als besonders rücksichtsloser Gefolgsmann Saddams.

Die USA machen ausländische Kämpfer und Anhänger Saddams für die fast täglichen Anschläge auf US-Soldaten und ihre Verbündeten in dem besetzten Golfstaat verantwortlich. Nach US-Angaben wurden heute bei zwei weiteren Anschlägen nahe der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Balad zwei US-Soldaten getötet. Ein Armeesprecher sagte, ein Soldat sei getötet und zwei seiner seien Kameraden verwundet worden, als sie in einen Hinterhalt geraten und mit Granaten und Schusswaffen angegriffen worden seien. Wenige Minuten später sei nicht weit entfernt ein Soldat bei einem Gefangenentransport durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet worden.

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