Irak Schiiten und Sunniten fordern Freilassung Osthoffs

Fürsprache für die deutsche Geisel Susanne Osthoff aus dem Irak: Der radikale irakische Schiitenführer Muktada al-Sadr hat die Entführer aufgefordert, ihre Geisel frei zu lassen. Die wichtigste Sunniten-Organisation schloss sich dem an.


Bagdad - Sadr ließ heute ein Erklärung veröffentlichen. Darin hieß es: "Wir fordern die Entführer der muslimischen deutschen Archäologin Susanne Osthoff auf, sie freizulassen."

Auch das Komitee der Ulemas hat heute zur Freilassung Osthoffs aufgerufen. Die wichigste Organisation der sunnitischen Gemeinden im Irak appellierte an die Entführer, die Geisel als Zeichen des "Respekts für die positive Haltung Deutschlands beim Irak-Krieg" freizulassen.

Das Komitee verwies darauf, dass Osthoff mit einem Iraker aus Mossul im Norden des Landes verheiratet sei. Die 43-Jährige lebt allerdings von ihrem Mann getrennt.

Erst am Donnerstag hatte das Komitee der Ulema zur Freilassung von vier westlichen Geiseln, Mitglieder der Christlichen Friedensstifterteams, aufgerufen - dabei war Susanne Osthoff nicht erwähnt worden.

Osthoff war nach ARD-Informationen am vergangenen Freitag mit ihrem Fahrer in der Provinz Ninive verschleppt worden. Die Bundesregierung bemüht sich intensiv um ihre Freilassung, konnte bisher nach eigenen Angaben aber keinen Kontakt zu den Kidnappern herstellen. Auch über die Motive für die Entführung liegen bisher keine genauen Informationen vor.



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