Irak Schiitischer Milizenführer verhaftet

In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es in der vergangenen Nacht heftige Kämpfe zwischen US-Soldaten und Aufständischen gegeben. Ein Anführer der Milizen wurde festgenommen.


Bagdad - Bei den Kämpfen zwischen US-Soldaten und Kämpfern der Mehdi-Miliz des schiitischen Geistlichen Moktada al-Sadr sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen berichten von neun Toten.

Nach Angaben des Innenministeriums hatten die Soldaten unterstützt von Hubschraubern heute früh das Sadr-Viertel durchkämmt. Der vor allem von armen Irakern bewohnte Stadtteil ist die Hochburg der Mehdi-Miliz. Sie wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht.

Bei den Auseinandersetzungen sollen 31 Menschen verletzt worden sein. Vier Häuser wurden den Berichten zufolge zerstört. Nach US-Angaben wurden weder US-Soldaten noch beteiligte Angehörige der irakischen Armee getötet oder verwundet.

Nach dem Schusswechsel nahm das US-Militär einen militanten Führer der Miliz fest. Der Verdächtige habe mehrere militante Zellen in Bagdad geleitet, die die Koalitionsstreitkräfte mit Autobomben und am Straßenrand versteckten Sprengsätzen angegriffen hätten.

lfs/AP/dpa

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