Irak Selbstmordanschlag in Militärkantine fordert viele Tote

Mindestens 23 Soldaten sind in der irakischen Stadt Chalis ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter hatte seinen Sprengstoffgürtel mitten in der Kantine des "Friedens-Bataillons" gezündet.


Bakuba/Sydney - 38 weitere Menschen seien verletzt worden, verlautete aus Krankenhäusern in Chalis, rund 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad. Augenzeugen berichteten, ein Attentäter sei in die Kantine des "Friedens-Bataillons" gelangt und habe sich dort in die Luft gejagt.

Australiens Premierminister John Howard gab bekannt, dass irakische und amerikanische Soldaten einen im Irak entführten Australier befreit haben. Der 63-jährige Douglas Woods sei wohlauf und werde von einem australischen Kriseninterventionsteam im Irak betreut, sagte er im Parlament in Canberra.

Der in Kalifornien lebende Ingenieur war Ende April gekidnappt worden. Später tauchten Videobilder auf, die Wood kahl geschoren und mit einem blauen Auge zeigten, während ihm ein Gewehrlauf an den Kopf gehalten wurde. Islamische Geistliche aus Australien hatten sich für seine Freilassung eingesetzt. Die Entführer, die sich "Mudschaheddin des Iraks" nannten, sollen anfangs den Abzug der derzeit rund 1000 australischen Soldaten aus dem Land gefordert haben.

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