Irak Selbstmordattentäter greifen Moschee und Krankenhaus an

Im Irak sind bei zwei Bombenanschlägen 21 Menschen ums Leben gekommen: In der Stadt Tikrit sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einer Moschee in die Luft. Kurz darauf kam es zu einem weiteren Blutbad - im Krankenhaus, in das die Verletzten gebracht worden waren.

Bagdad/Tikrit - Der Selbstmordattentäter sprengte sich während des Freitagsgebets in einer sunnitischen Moschee der irakischen Stadt Tikrit in die Luft. Mindestens 16 Menschen starben. Zum Zeitpunkt des Anschlags hätten sich örtliche Beamte in der Moschee aufgehalten, unter den Toten seien ein Richter und ein Polizeichef. 52 weitere Moscheebesucher wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als der Sprengsatz in dem Gotteshaus detonierte.

Stunden nach dem Angriff auf die Moschee kam es zu einem weiteren Selbstmordanschlag auf ein Krankenhaus. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben. In die Klinik waren Behördenangaben zufolge zuvor Verletzte des Anschlags auf die Moschee gebracht worden.

Der Selbstmordattentäter habe sich Zugang zum ersten Stock des Krankenhauses verschafft, wo sich Familienangehörige der Verletzten versammelt hätten, sagte ein Sprecher der Provinzregierung, Mohammad al Asi. 16 weitere Menschen wurden dabei verletzt, hieß es aus Krankenhaus- und Sicherheitskreisen.

Die Moschee liegt in einer bewachten Siedlung, in der Polizeichefs und Funktionäre leben. Der gestürzte und hingerichtete langjährige Präsident Saddam Hussein, der aus dem Umland von Tikrit stammte, hatte in dem Viertel mehrere protzige Villen errichten lassen.

lgr/dpa/dapd
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