Irak Selbstmordattentäter reißt 15 Polizeischüler mit in den Tod

Anschläge und militärische Auseinandersetzung im Irak forderten auch heute wieder eine große Anzahl von Toten und Verletzten. Die schlimmsten Auswirkungen hatte eine Autobombe vor einer Polizeischule im nordirakischen Kirkuk. 15 Menschen wurden getötet, weitere 20 Menschen verletzt.


Selbstmordattentat in Kirkuk: 15 Tote, 20 Verletzte
AFP

Selbstmordattentat in Kirkuk: 15 Tote, 20 Verletzte

Bagdad - Nach Angaben eines Sprechers der irakischen Nationalgarde zündete ein Selbstmordattentäter die Autobombe zum Unterrichtsende, als hunderte von Polizeischülern und Zivilisten das Gebäude verließen. Bilder lieferte worden der arabische Nachrichtensender El Dschasira. Sie zeigten brennende Autos und zahlreiche Krankenwagen vor der Akademie.

Gefechte zwischen Soldaten und Aufständischen im Nordirak kosteten unterdessen mindestens acht Menschen das Leben. Etwa 50 weitere wurden nach Krankenhausangaben bei den Kämpfen in Tal Afar verletzt, in deren Verlauf eine Mörsergranate auf einem Basar explodierte.

Amerikanische und irakische Truppen begannen am Samstagmorgen mit einer Operation zur Zerschlagung einer mutmaßlichen Extremistenzelle in Tal Afar in der Nähe der syrischen Grenze. Die USA vermuten, dass die Stadt als Stützpunkt für den Schmuggel von Waffen und Kämpfern aus Syrien in den Irak genutzt wird. Die US-Truppen bestätigten zunächst lediglich, dass zwei Aufständische getötet worden seien.

Auch Bagdad kam nicht zur Ruhe. In der Innenstadt schlugen am Samstag mehrere Mörsergranaten ein. Wie eine Sprecherin der Koalitionsstreitkräfte mitteilte, landeten die Geschosse in der Nähe der so genannten Grünen Zone, wo sich irakische Regierungseinrichtungen und die US-Botschaft befinden.

Im Südirak wurde wieder ein Anschlag auf eine Ölpipeline verübt. Saboteure sprengten am Samstagmorgen die Leitung bei Hartha, rund 30 Kilometer nördlich von Basra, wie die Polizei mitteilte. Die Detonation löste einen Brand aus. Ein Sprecher der staatlichen Ölgesellschaft South Oil sagte, die Pipeline, die die Ölfelder von Nahran Omar mit Tanks auf der Halbinsel Fau verbindet, sei vorübergehend stillgelegt worden.

In der nordirakischen Stadt Mossul wurden in der Nacht zum Samstag acht irakische Zivilisten beim Einschlag einer Rakete auf einer Straße verletzt. Die US-Streitkräfte machten Aufständische für den Angriff verantwortlich.

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