Irak Selbstmordattentäterin tötet 15 Menschen

Eine Selbstmordattentäterin hat im Irak mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen. 40 weitere wurden verletzt. Die Bombe explodierte um die Mittagszeit auf einem belebten Platz vor einem Gerichtsgebäude.


Bagdad - Aus Polizeikreisen verlautete, die Frau habe ihren Sprengsatz am Sonntag in Bakuba vor dem Büro des Gouverneurs der Provinz Dijala und einem angrenzenden Gerichtsgebäude gezündet. Die Bombe versteckte sie offenbar unter ihrem weiten Gewand.

Die Polizei erklärte, wahrscheinlich sei eine Patrouille in rund 200 Meter Entfernung Ziel des Anschlags gewesen. Zum Zeitpunkt des Anschlags gegen 13 Uhr hielten sich allerdings zahlreiche Zivilisten auf der Straße auf. Einige verkauften Getränke, Tee und Zigaretten, andere bereiteten Dokumente für Behördengänge vor. Unter den Todesopfern waren nach Angaben aus Polizeikreisen sieben Beamte.

In jüngster Zeit wurden Anschläge vermehrt von Frauen verübt. Im vergangenen Jahr wurden im Irak acht Selbstmordanschläge von Frauen registriert, in diesem Jahr sind es bisher schon fast 20. Die US-Streitkräfte haben erklärt, Terrororganisationen rekrutierten verstärkt Frauen für Selbstmordanschläge, weil diese die Sicherheitskontrollen leichter umgehen könnten.

cis/AP

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