Terror im Irak Mindestens 30 Tote bei Anschlag auf schiitischen Schrein

Bei einem Selbstmordanschlag nördlich von Bagdad sind mehr als 30 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Der IS bekannte sich offenbar zu der Attacke auf ein schiitisches Mausoleum.


Im Irak hat es erneut einen Terroranschlag gegeben: Bei einer Attacke auf ein Heiligtum der Schiiten im nördlich von Bagdad gelegenen Ort Balad sind am Donnerstagabend mindestens 30 Menschen getötet und rund 70 weitere verletzt worden. Das wurde aus Sicherheitskreisen bekannt. Demnach erklärte sich die radikal-sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für die Tat verantwortlich (mehr Informationen zum IS sowie zum Kampf zwischen Sunniten und Schiiten finden Sie hier).

Drei Selbstmordattentäter griffen den Angaben zufolge den Eingang des Mausoleums von Sajid Mohammed bin Ali al-Hadi an. Mindestens zwei sprengten sich demnach in die Luft. In einigen Berichten ist von drei Explosionen die Rede.

Am vergangenen Wochenende waren bei einem Selbstmordattentat auf eine Einkaufsstraße in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Teil Bagdads Dutzende Menschen getötet worden: Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf 292, wie irakische Medien am Donnerstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichteten. Auch zu dieser Tat bekannte sich die IS-Miliz. Der Anschlag war einer der schlimmsten in Bagdad seit dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein im Jahr 2003.

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aar/dpa/Reuters



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